Fahrrad laden statt Auto tanken – Kommunen und Tourismus arbeiten in der Region für den Klimaschutz zusammen

Fahrrad laden statt Auto tanken

Die Kampagne „Fahrrad laden statt Auto tanken“ schafft die Möglichkeit, die E-Bike-Akkus bei Gastronomiebetrieben – wie dem Weingut Steigerhof – entlang touristischer Themenradwege während der Radelpause kostenlos aufzuladen. Die Idee, dass Touristen und Freizeitradler ihre E-Bike-Akkus während der Einkehr in Gastronomiebetriebe abgeben und dort an der ganz normalen Steckdose laden können, wurde bereits vor drei Jahren in der Verbandsgemeinde Bodenheim geboren – rund 20 Betriebe machen bereits mit. Nun schließen sich die Kommunen im Kreis an. Entsprechende Wandschilder an den teilnehmenden Betrieben weisen auf die „E-Bike-Tankstellen“ hin. „Während der Erfrischungspause einfach das Ladegerät und den Akku abgeben. Diese werden dann an die ganz normale Steckdose gehängt und geladen“, erklärt Dr. Robert Scheurer das von ihm initiierte Konzept. Es sei eine geniale Lösung, eine kostengünstige und flächendeckende Infrastruktur zu schaffen, der sich jeder E-Biker bedienen könne, so Dr. Scheurer. Und das ganz ohne teure Ladestationen, die erst errichtet werden müssten: Für das „Tanken“ der E-Bikes entstehen für die teilnehmenden Betriebe nur sehr geringe Stromkosten: Ein Akku fasst üblicherweise rund 500 Wattstunden Strom. Eine volle Ladung schlägt so gerade mal mit etwa 15 Cent zu Buche.

„Solch eine Aktion ist ein tolles Beispiel für interkommunale Zusammenarbeit mit dem Ziel, die Themen Klimaschutz und Tourismus noch weiter voranzubringen und im Alltag zu verankern“, resümiert Landrätin Dorothea Schäfer. Ziel der Kampagne ist es, Anwohnern, aber auch Touristen oder Urlaubern in der Region eine klimaschonende Alternative zum Auto zu liefern. Im Vergleich: Ein Auto erzeugt je nach Größe und Art etwa 170 g/km Kohlenstoffdioxid (CO2). Ein E-Bike weist hingegen eine CO2-Bilanz von gerade mal 6 g/km beim deutschen Strommix auf. „Wird das Auto durch das E-Bike ersetzt, wird Treibhausgas eingespart – ein Benefit für den Klimaschutz“, so der Erste Kreisbeigeordnete Steffen Wolf.

Die Kampagne ist ein zusätzliches Serviceangebot neben dem aktuellen Aufbau von einheitlichen Radservicestationen an wichtigen Knotenpunkten im touristischen Radwegenetz durch die touristischen Dachorganisationen. Angesprochen werden vor allem Tages- und Übernachtungsgäste in der Region sowie Freizeitradfahrer sowie die Bürgerinnen und Bürger der Region.

Weitere Informationen zur Kampagne und den Kriterien für das Mitmachen gibt es von den jeweiligen Klimaschutzmanagern der teilnehmenden Kommunen: die Landkreise Mainz-Bingen, Alzey-Worms und Bad Kreuznach, die Städte Bingen und Ingelheim am Rhein sowie die Verbandsgemeinden Bodenheim, Gau-Algesheim, Nieder-Olm, Sprendlingen-Gensingen, Stromberg und Wörrstadt oder im Internet unter www.klimaschutz-rheinhessen-nahe.de. Bei weiteren Fragen hilft der Projektkoordinator und Klimaschutzmanager des Landkreises Mainz-Bingen Hilmar Andreas Holland gerne weiter: E-Mail: holland.hilmar-andreas@mainz-bingen, Telefon: 06132 787-2176.

Quelle: Kreisverwaltung Mainz-Bingen


Ansprechpartnerin für interessierte Gastronomiebetriebe der VG Sprendlingen-Gensingen
Laura Stolz
Tourismusmanagerin
Elisabethenstr. 1
55576 Sprendlingen
Tel.: 06701 / 201 776
l.stolz@vg-sg.de

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