Unterstützung von Projekten der Nachbarschaftshilfe in der Corona-Pandemie

Unterstützung von Projekten der Nachbarschaftshilfe in der Corona-Pandemie

Die Corona-Pandemie stellt unser gesamtes gesellschaftliches Leben vor in dieser Form nie dagewesene Herausforderungen. Bund und Länder haben weitreichende Entscheidungen getroffen, um die weitere Ausbreitung des Virus zu verlangsamen und Gesundheit und Leben der Menschen zu schützen.

In dieser schwierigen Situation macht es Mut, dass die Menschen in unserem Land bereit sind, sich gegenseitig zu helfen und zu unterstützen. Es ist ihnen nicht egal, wie es dem Nachbarn geht, ob Ältere oder Menschen in Quarantäne mit dem Nötigsten versorgt werden oder an Einsamkeit leiden. Wir beobachten eine neue Welle der Solidarität, die deutlich macht, dass Zusammenhalt, Fürsorge der Gemeinschaft und soziales Miteinander auch in dieser schwierigen Lage möglich sind, ja, mehr denn je gebraucht werden. Sie sind neben den bestehenden sozialstaatlichen Hilfestrukturen ein entscheidender Faktor, um in Zeiten von „social distancing“ soziale Nähe in unserer Gesellschaft weiter zu leben.

Bürgerengagement und Nachbarschaftshilfen werden in den kommenden Wochen und Monaten absehbar weiter an Bedeutung gewinnen. Dafür braucht es gute Rahmenbedingungen, gebündelte Informationen, unkomplizierte Zugänge zu bestehenden Netzwerken sowie nicht zuletzt auch neue, unbürokratische Förderangebote.

Dies versteht die Landesregierung als ihre Aufgabe. Mit den im Folgenden kompakt aufgeführten Informationen wollen wir Organisationen, Initiativen und Engagierten wichtige Hinweise geben, die in der Praxis der Alltagshilfen absehbar eine Rolle spielen werden. Diese Übersicht werden wir kontinuierlich fortschreiben. Denn es ist klar, dass sich auch in Nachbarschaftshilfe, Ehrenamt und freiwilligem Engagement Herausforderungen neu stellen werden. Darauf müssen und werden wir reagieren.

Wir haben in Rheinland-Pfalz gut entwickelte, stabile Strukturen der Ehrenamtsförderung, die für die Organisation der Hilfen eine wichtige Rolle spielen. Hier wollen wir zunächst für Transparenz und Zugänglichkeit sorgen, damit Menschen, die sich engagieren wollen, schnell die richtigen Ansprechpartner finden, um sich sinnvoll einbringen zu können. Die Landesregierung unterstützt Kommunen mit einem neuen Förderprogramm des Sozialministeriums dabei, Anlaufstellen und Informationstelefone für Menschen einzurichten, die aufgrund ihres Alters oder ihres Gesundheitszustandes zu den Corona-Risikogruppen gehören.