Weihnachts-Grußwort Bürgermeister Manfred Scherer 

Weihnachts-Grußwort Bürgermeister Manfred Scherer 


Liebe Mitbürgerinnen und Mitbürger,

was war das für ein Jahr 2020?! 


Seit bereits einem dreiviertel Jahr beschäftigt uns das gefährliche Corona-Virus, auch in unserer Verbandsgemeinde – und ein Ende ist vorerst nicht in Sicht. Diese Ausnahmesituation ist für uns alle weiterhin sehr schwierig. Krankenhäuser, Ärzte, Pflegepersonal und Labore sind am Limit.

Deshalb sind seit letztem Mittwoch weitere massive Maßnahmen zur Kontaktvermeidung in Kraft getreten – in der Hoffnung auf eine drastische Reduzierung der Infektionszahlen. Die Not vieler Wirtschaftszweige in der gesamten Bundesrepublik ist verständlicher Weise sehr groß. Viele fürchten um Ihre Existenz. Daher wird der Bund die betroffenen Unternehmen, Soloselbständigen und selbständigen Angehörigen der Freien Berufe auch weiterhin finanziell durch die Überbrückungshilfe III unterstützen, um Unternehmen und die Beschäftigung der Arbeitnehmer zu sichern.


Ich danke allen Bürger*innen, Feuerwehrkameraden*innen, Polizisten*innen, Rettungs- und Pflegekräften, Verkaufsmitarbeiter*innen, Lehrkräften und Erziehungspersonal sowie den Mitarbeiter*innen unseres Ordnungsamtes, die sich bisher berufsbedingt bis zur Erschöpfung oder ehrenamtlich in vorbildlicher Weise für ihre Mitmenschen eingesetzt haben und es weiterhin tun werden, solange dieses Virus in unserer Welt ist.
Ich freue mich, dass Nachbarschaftshilfen ins Leben gerufen wurden – und auch funktionieren.

Die Pandemie und deren Auswirkungen werden uns noch eine lange Zeit beschäftigen, da bin ich mir sicher. Aber unseren Zusammenhalt und das Zusammenleben wird sie nicht zerstören können. 

Leider mussten auch wir als Verbandsgemeinde den gegenwärtigen Stand akzeptieren und konnten keine Veranstaltungen durchführen. Selbst kulturelle Bräuche, wie Kerbe-Veranstaltungen, Sankt Martin, Weihnachtsmärkte und die Fastnacht, sind dem Virus zum Opfer gefallen. Stattdessen haben sich die Ortsgemeinden durch ihren Ideenreichtum Alternativen einfallen lassen. Der Aufruf zur Aktion „Laternen Fenster“ oder der persönliche Besuch des Ortsbürgermeisters mit Weckmännern oder Nikoläusen sind nur einige Beispiele dafür. 

Und nun stehen wir diesmal kurz vor einem ungewöhnlichen Weihnachtsfest, wie es die meisten von uns wohl noch nie erlebt haben. Wir möchten alle diese schönste Zeit im Jahr mit unserer Familie verbringen. 

Ich hoffe auf das Gute im Menschen, auf gegenseitige Solidarität und Rücksichtnahme, auf persönliche Entbehrungen zum Wohle unserer Mitmenschen unter dem fast schon Mantra-artig und nie oft genug zu wiederholendem Hinweis auf die Einhaltung der akribisch ausgearbeiteten und für alle Bürgerinnen und Bürger bekannten „AHA+L-Regeln“ (Abstand halten, Hygiene beachten, Tragen der Alltagsmaske und das regelmäßige Lüften).

Nur zu gut kann ich Ihnen nachempfinden, wie sehr persönliche und private Kontakte zu Familienmitgliedern, Freunden und Nachbarn fehlen. Niemals ersetzen Video und Telefon persönliche Begegnungen. 

Mein Appell gilt besonders den Corona-Müden. Vergessen Sie nie: Der/die nächste Corona-Infizierte könnte eine/r ihrer liebsten Familienmitglieder – oder gar SIE SELBST sein! 

Ich wünsche Ihnen, liebe Mitbürgerinnen und Mitbürger unserer Verbandsgemeinde, die Kraft und Ausdauer, mit dem Corona-Virus zu leben. Nur so werden wir als starke Gemeinschaft die Weihnachtszeit und die Zeit danach, bis der erlösende Impfstoff nach ultrakurzer Entwicklungszeit zur Verfügung steht, überleben können. 

Nur in und mit diesem Bewusstsein können wir in diesem ungewöhnlichen Jahr Weihnachten feiern. 

Halten Sie den geforderten überlebenswichtigen Abstand, ohne zu vergessen, dass gerade jetzt Gemeinschaft und Solidarität gefragt sind. Solidarität zum Schutze unserer Familien, unserer Freunde und unserer Nachbarn.


"Es sind die Begegnungen mit Menschen, die das Leben lebenswert machen,"

sagte einst der französische Schriftsteller Guy de Maupassant.


Auf diese künftigen Begegnungen mit Ihnen freue ich mich. 

Ich wünsche Ihnen eine schöne Weihnachtszeit, verbunden mit einem guten Rutsch ins Jahr 2021 in der Hoffnung auf ein bisschen mehr Normalität im Neuen Jahr.

Achten Sie auf sich selbst, Ihre Nächsten und bleiben Sie gesund!


Ihr Bürgermeister
Manfred Scherer